Die Internetseite des Heimatkreises Neustettin in Pommern, gewachsen über 22 Jahre, ist vollständig gesichert und zu vier Werken aufbereitet. Diese Seite zeigt das Ergebnis.
Eine Internetseite hängt an einem Vertrag, einem Kennwort, einem Menschen. Endet eines davon, ist sie weg — nicht nach und nach, sondern über Nacht. Für neustettin.de ist das abgewendet. Erhalten bleiben drei Dinge:
Wie BeReO dabei vorgegangen ist, steht weiter unten — mit Zahlen und den Stellen, an denen ein Mensch entschieden hat.
Der Bestand vom Sicherungstag, in zwei Formen: einmal als geschlossene Archivdatei für die Dauer, einmal als Spiegel zum sofortigen Durchblättern.
Die ganze Seite in einer Datei: jede Adresse mit Text, Bildern, Dateien und einem Bildschirmfoto des Zustands vom Sicherungstag. WACZ ist ein offenes Archivformat, das ohne besondere Vorrichtung lesbar bleibt.
Umfang: rund 0,7 GB · Lesen: Datei bei replayweb.page öffnen und wie im Netz blättern — die Datei bleibt dabei auf Ihrem Gerät.
Dieselben Seiten als einfache Dateien, ohne Hilfsmittel im Browser zu öffnen und zu durchsuchen. Gedacht für den schnellen Blick und für Rechner, auf denen nichts eingerichtet werden soll.
Alle vier stammen aus demselben gesicherten Bestand und unterscheiden sich nur im Zuschnitt. Wortgetreu gesetzt: von 8.128 geprüften Zeilenstellen und 3.704 Blockstellen ist keine ohne Erklärung geblieben. Jede Abweichung vom Netztext steht mit Grund in der editorischen Notiz des jeweiligen Bandes.
Bilder aus der Seite liegen in der Auflösung vor, in der sie im Netz standen; künstlich vergrößert wurde nichts. Zu 627 Bildern sind die Originale erbeten — wer eines davon besitzt, findet die Liste im Kontaktbogen.
Drei Grundsätze bestimmen die Arbeit. Erstens: gesichert wird der ganze Bestand, nicht eine Auswahl — was fehlt, fehlt für immer. Zweitens: wo etwas im Buch anders steht als im Netz, wird es nicht heimlich geglättet, sondern mit Grund vermerkt. Drittens: was geändert wird, wird als Regel geändert und gilt für den ganzen Bestand — eine einzelne Stelle zu flicken heißt, dieselbe Sache an hundert anderen Stellen stehen zu lassen.
Die Werke liegen als Datei vor und können gedruckt werden — als Einzelstück, als Vereinsauflage für die Mitglieder oder regulär mit ISBN, dann über jede Buchhandlung bestellbar.
Die gesicherte Seite kann unter ihrer alten Adresse im Netz bleiben: 10, 25, 50 oder 100 Jahre, im Voraus bezahlt, mit einer Kopie bei einem Archivpartner. Auch dann, wenn es den Verein einmal nicht mehr gibt.
Wie das im Fall Neustettin aussah — die Durchgänge, die Prüfungen und die Stellen, an denen ein Mensch entschieden hat — steht hier, aufgeklappt, weil es ausführlich ist.
Am Anfang steht eine Aufnahme des Bestands: 284 Adressen, 66 Hefte, 2.043 Bilder. Jede Adresse wird geholt, jedes Bild vermessen, jede Datei abgelegt — mit Nachweis, woher sie stammt. Erst wenn feststeht, was überhaupt da ist, beginnt die Aufbereitung. Zwei Hefte waren am Sicherungstag nicht mehr abrufbar; auch das steht im Bestandsverzeichnis, statt unbemerkt zu fehlen.
Eine Internetseite ist nicht für Papier gebaut. Bilder liegen in Bildschirmgröße vor, Sätze wie „hier klicken" ergeben gedruckt keinen Sinn, Bildzeilen stehen ohne ihr Bild da, Aufzählungen laufen leer. Für jede dieser Eigenheiten entsteht eine Regel, die für den ganzen Bestand gilt — nie eine Korrektur nur an der einen gemeldeten Stelle. Zwischen der ersten und der abgenommenen Fassung sind auf diesem Weg rund 70 Regeln entstanden und in neun Durchgängen umgesetzt worden.
Ein Beispiel für die Genauigkeit, die das verlangt: Eine Regel sollte jedes Bild zu dem Absatz stellen, der es erwähnt. Auf einer Heimatseite steht der Ortsname aber auf 141 Seiten — die Regel band die Bilder an das falsche Wort. Sie wurde zurückgenommen und auf seltene Namen und Personennamen eingegrenzt, danach an vierzig festgelegten Stellen gegengeprüft: keine schlechter als vorher, drei besser.
Jede Fassung geht durch eine vollständige Sichtprüfung — nicht durch eine Stichprobe. Zusätzlich sehen unabhängige Prüfsysteme die gesetzten Seiten als Bild an und melden, was die eigene Kette übersieht. Vier solcher Runden hat dieses Projekt durchlaufen. Sie haben ganze Fehlerklassen zutage gefördert, für die die eigene Prüfung blind war — Bedienhinweise der Seite, Bildzeilen ohne Bild, Reste des Baukastens. Erst als keine Prüfung mehr eine Klasse mit mehr als drei Treffern fand, galt die Fassung als fertig.
Die Arbeit läuft nicht durch. Sie hält an drei Stellen an, und weiter geht es nur mit einer schriftlichen Freigabe.
Ein Beispiel, wie Tor 3 wirkt: Bei der Durchsicht fiel auf, daß die Vorstandsporträts im Lesebuch fehlten und später, daß sie als Block am Kapitelende standen statt bei den Namen. Beides wurde nicht einzeln geflickt, sondern als Regel gefaßt und am ganzen Bestand neu gerechnet — das Lesebuch wuchs dabei von 574 auf 1.009 Bilder.
BeReO arbeitet mit einem Verbund moderner KI-Systeme: sie ordnen, vergleichen, messen Bilder aus, finden Muster über tausende Seiten hinweg und prüfen einander gegenseitig. Das ist der Grund, warum ein Bestand dieser Größe überhaupt in Tagen statt in Monaten zu bewältigen ist. Was sie nicht tun: entscheiden. Jede Regel, jede Auslassung, jede Freigabe geht über einen Menschen. Erfunden oder ergänzt wird nichts — was im Buch anders steht als im Netz, steht mit Grund in der editorischen Notiz.
Die folgenden Zahlen gelten für neustettin.de und für nichts sonst. Eine kleinere Seite ist an einem Tag erledigt, eine größere braucht länger — den Umfang sagt BeReO vor der Arbeit, nach einem kostenlosen Blick in die Seite.
Haben Sie eine Vereins-, Heimat- oder Familienseite, die kaum noch betreut wird? Oder Ordner, Fotos und Hefte, aus denen längst eine Chronik werden sollte? BeReO sichert den Bestand, macht Bücher daraus und hält die Seite im Netz. Das Erstgespräch ist unverbindlich, der Blick in Ihre Seite kostenlos.