Ein umgesetztes Projekt von BeReO

Neustettin — das digitale Gedächtnis einer Internetseite

Die Internetseite des Heimatkreises Neustettin in Pommern, gewachsen über 22 Jahre, ist vollständig gesichert und zu vier Werken aufbereitet. Diese Seite zeigt das Ergebnis.

Gesichert am 11. September 2026 · Werke in der Fassung vom 11.09.2026
Erholungsort Neustettin, Markt mit Rathaus · Ansichtskarte 1907–1941

Was hier liegt

Eine Internetseite hängt an einem Vertrag, einem Kennwort, einem Menschen. Endet eines davon, ist sie weg — nicht nach und nach, sondern über Nacht. Für neustettin.de ist das abgewendet. Erhalten bleiben drei Dinge:

  1. Die gesicherte Seite. Alle Adressen mit Texten, Bildern und Dateien, so wie sie am Sicherungstag im Netz standen — als Archivdatei und als Spiegel zum Durchblättern.
  2. Vier Bücher. Aus demselben Bestand gesetzt: die Vollausgabe, das Lesebuch, die Bandausgabe und die Heftbände.
  3. Der Fortbestand. Auf Wunsch bleibt die Seite unter ihrer Adresse erreichbar und wird weiter gepflegt.

Wie BeReO dabei vorgegangen ist, steht weiter unten — mit Zahlen und den Stellen, an denen ein Mensch entschieden hat.

Gedruckt
Jedes der vier Werke kann gedruckt werden — als Einzelstück, als Vereinsauflage oder regulär mit ISBN über den Buchhandel.
Im Netz
Die gesicherte Seite kann unter ihrer alten Adresse erreichbar bleiben: 10, 25, 50 oder 100 Jahre, im Voraus bezahlt.
284
Adressen gesichert
2.043
Bilder erfaßt
66
Hefte aufgenommen
1.880
Seiten neu gesetzt

Die gesicherte Seite

Der Bestand vom Sicherungstag, in zwei Formen: einmal als geschlossene Archivdatei für die Dauer, einmal als Spiegel zum sofortigen Durchblättern.

Archivdatei (WACZ)

Die ganze Seite in einer Datei: jede Adresse mit Text, Bildern, Dateien und einem Bildschirmfoto des Zustands vom Sicherungstag. WACZ ist ein offenes Archivformat, das ohne besondere Vorrichtung lesbar bleibt.

Umfang: rund 0,7 GB · Lesen: Datei bei replayweb.page öffnen und wie im Netz blättern — die Datei bleibt dabei auf Ihrem Gerät.

Archivdatei laden

Spiegel zum Durchblättern

Dieselben Seiten als einfache Dateien, ohne Hilfsmittel im Browser zu öffnen und zu durchsuchen. Gedacht für den schnellen Blick und für Rechner, auf denen nichts eingerichtet werden soll.

Spiegel öffnen

Die vier Werke

Alle vier stammen aus demselben gesicherten Bestand und unterscheiden sich nur im Zuschnitt. Wortgetreu gesetzt: von 8.128 geprüften Zeilenstellen und 3.704 Blockstellen ist keine ohne Erklärung geblieben. Jede Abweichung vom Netztext steht mit Grund in der editorischen Notiz des jeweiligen Bandes.

Werk A — Vollausgabe

Der ganze Bestand der Seite in Buchform: jeder Text, jedes Bild an der Stelle, an die es gehört, mit Bildunterschriften und dem Nachweis, von welcher Adresse jede Seite stammt. Das Archivstück für Chronik und Kreisarchiv.
168 Kapitel in 11 Teilen und Anhang · 1.193 Seiten · 2.181 Bildplatzierungen · Fassung V0.16
Werk A laden Für Lesegeräte (EPUB, 165 MB)

Werk B — Lesebuch

Die Auswahl zum Lesen und Verschenken: die Geschichten der Seite mit den Bildern, die dazugehören — jedes Bild dort, wo der Text es anspricht, Porträts bei den Namen. In zwei Fassungen, für den Bildschirm und für das Papier.
141 Kapitel · 687 Seiten · 1.009 Bilder · Fassung V0.16
Fassung für den Bildschirm Fassung für den Druck

Werk C — Bandausgabe

Die Vollausgabe zusammen mit den Heften — der größte der vier Bände. Am Stück als eine Datei für Bildschirm und Archiv, und aufgeteilt in elf Bände an den Teil- und Heftgrenzen, jeder mit eigener Übersichtsseite, weil sich 4.409 Seiten nicht in einen Band binden lassen.
11 Bände zu 291 bis 503 Seiten · 4.409 Seiten · 66 Heftmarken · Fassung V0.16
Am Stück laden Zur Übersicht der elf Bände

Werk D — Heftbände

Die Hefte des Heimatkreises als eigene Ausgabe, Seite für Seite übernommen und mit Verzeichnis erschlossen — neun Bände nach Jahrgängen geordnet, dazu ein Band mit Reden, Protokollen und Dokumenten.
10 Bände · 3.234 Heftseiten · Fassung V0.5
Zur Übersicht der zehn Bände

Bilder aus der Seite liegen in der Auflösung vor, in der sie im Netz standen; künstlich vergrößert wurde nichts. Zu 627 Bildern sind die Originale erbeten — wer eines davon besitzt, findet die Liste im Kontaktbogen.

Wie BeReO dabei vorgegangen ist

Drei Grundsätze bestimmen die Arbeit. Erstens: gesichert wird der ganze Bestand, nicht eine Auswahl — was fehlt, fehlt für immer. Zweitens: wo etwas im Buch anders steht als im Netz, wird es nicht heimlich geglättet, sondern mit Grund vermerkt. Drittens: was geändert wird, wird als Regel geändert und gilt für den ganzen Bestand — eine einzelne Stelle zu flicken heißt, dieselbe Sache an hundert anderen Stellen stehen zu lassen.

Und danach

Die Werke liegen als Datei vor und können gedruckt werden — als Einzelstück, als Vereinsauflage für die Mitglieder oder regulär mit ISBN, dann über jede Buchhandlung bestellbar.

Die gesicherte Seite kann unter ihrer alten Adresse im Netz bleiben: 10, 25, 50 oder 100 Jahre, im Voraus bezahlt, mit einer Kopie bei einem Archivpartner. Auch dann, wenn es den Verein einmal nicht mehr gibt.

Wie das im Fall Neustettin aussah — die Durchgänge, die Prüfungen und die Stellen, an denen ein Mensch entschieden hat — steht hier, aufgeklappt, weil es ausführlich ist.

Zuerst wird gesichert, nicht bearbeitet

Am Anfang steht eine Aufnahme des Bestands: 284 Adressen, 66 Hefte, 2.043 Bilder. Jede Adresse wird geholt, jedes Bild vermessen, jede Datei abgelegt — mit Nachweis, woher sie stammt. Erst wenn feststeht, was überhaupt da ist, beginnt die Aufbereitung. Zwei Hefte waren am Sicherungstag nicht mehr abrufbar; auch das steht im Bestandsverzeichnis, statt unbemerkt zu fehlen.

Dann wird gesetzt — und jede Regel gilt für alle Fälle

Eine Internetseite ist nicht für Papier gebaut. Bilder liegen in Bildschirmgröße vor, Sätze wie „hier klicken" ergeben gedruckt keinen Sinn, Bildzeilen stehen ohne ihr Bild da, Aufzählungen laufen leer. Für jede dieser Eigenheiten entsteht eine Regel, die für den ganzen Bestand gilt — nie eine Korrektur nur an der einen gemeldeten Stelle. Zwischen der ersten und der abgenommenen Fassung sind auf diesem Weg rund 70 Regeln entstanden und in neun Durchgängen umgesetzt worden.

Ein Beispiel für die Genauigkeit, die das verlangt: Eine Regel sollte jedes Bild zu dem Absatz stellen, der es erwähnt. Auf einer Heimatseite steht der Ortsname aber auf 141 Seiten — die Regel band die Bilder an das falsche Wort. Sie wurde zurückgenommen und auf seltene Namen und Personennamen eingegrenzt, danach an vierzig festgelegten Stellen gegengeprüft: keine schlechter als vorher, drei besser.

Geprüft wird von mehreren Seiten

Jede Fassung geht durch eine vollständige Sichtprüfung — nicht durch eine Stichprobe. Zusätzlich sehen unabhängige Prüfsysteme die gesetzten Seiten als Bild an und melden, was die eigene Kette übersieht. Vier solcher Runden hat dieses Projekt durchlaufen. Sie haben ganze Fehlerklassen zutage gefördert, für die die eigene Prüfung blind war — Bedienhinweise der Seite, Bildzeilen ohne Bild, Reste des Baukastens. Erst als keine Prüfung mehr eine Klasse mit mehr als drei Treffern fand, galt die Fassung als fertig.

Drei Tore, an denen ein Mensch entscheidet

Die Arbeit läuft nicht durch. Sie hält an drei Stellen an, und weiter geht es nur mit einer schriftlichen Freigabe.

Tor 1
Bestand
Ist alles da? Adressen, Hefte, Bilder werden gegen die Aufnahme geprüft, bevor eine Zeile gesetzt wird.
Tor 2
Gliederung und Satz
Stimmen Reihenfolge, Kapitelschnitt, Bildgrößen und Bildstellen? Neun Freigaben waren hier nötig.
Tor 3
Abnahme
Gedruckt wird nichts ohne Ja. Drei Nachträge kamen aus der Durchsicht des Auftraggebers und wurden eingearbeitet.

Ein Beispiel, wie Tor 3 wirkt: Bei der Durchsicht fiel auf, daß die Vorstandsporträts im Lesebuch fehlten und später, daß sie als Block am Kapitelende standen statt bei den Namen. Beides wurde nicht einzeln geflickt, sondern als Regel gefaßt und am ganzen Bestand neu gerechnet — das Lesebuch wuchs dabei von 574 auf 1.009 Bilder.

Was Technik tut und was nicht

BeReO arbeitet mit einem Verbund moderner KI-Systeme: sie ordnen, vergleichen, messen Bilder aus, finden Muster über tausende Seiten hinweg und prüfen einander gegenseitig. Das ist der Grund, warum ein Bestand dieser Größe überhaupt in Tagen statt in Monaten zu bewältigen ist. Was sie nicht tun: entscheiden. Jede Regel, jede Auslassung, jede Freigabe geht über einen Menschen. Erfunden oder ergänzt wird nichts — was im Buch anders steht als im Netz, steht mit Grund in der editorischen Notiz.

Was dieses eine Beispiel gekostet hat

Die folgenden Zahlen gelten für neustettin.de und für nichts sonst. Eine kleinere Seite ist an einem Tag erledigt, eine größere braucht länger — den Umfang sagt BeReO vor der Arbeit, nach einem kostenlosen Blick in die Seite.

  • 5 Tage von der ersten Sicherung bis zur Abnahme
  • 13 Verarbeitungsläufe, zusammen 17,9 Stunden reine Rechenzeit
  • 16 Fassungen der Werke, bis die abgenommene entstand
  • rund 70 Regeln aus eigener Prüfung, Durchsicht und Zweitprüfung umgesetzt
  • 11.832 Textstellen auf Wortgetreue geprüft — 0 ohne Erklärung
  • 2.043 Bilder vermessen, eingeordnet und in der Größe bestimmt, die ihre Schärfe zuläßt
  • 4 Werke und 1 Archivsicherung als Ergebnis, zusammen rund 3,4 GB

Ihre Seite verdient dasselbe

Haben Sie eine Vereins-, Heimat- oder Familienseite, die kaum noch betreut wird? Oder Ordner, Fotos und Hefte, aus denen längst eine Chronik werden sollte? BeReO sichert den Bestand, macht Bücher daraus und hält die Seite im Netz. Das Erstgespräch ist unverbindlich, der Blick in Ihre Seite kostenlos.

Dr. Cornelia Janusch
BeReO — Beratungs- und Dienstleistungsbüro
Birkenkopfstraße 10 · 34132 Kassel
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